Alltag im Film – Alltag mit Film

Medien-, Kultur- und Sozialwissenschaften sind haufig implizit oder explizit von Fragen nach Alltag und Alltäglichkeit gepragt: gleichformige Ablaufe, Routinen, Rhythmen, Wiederholung und Serialitat formen Erwerbsarbeit, die ‚Arbeit‘ in sozialen Medien, Produktion und Asthetik von Kunst. Mit der Frage nach der Inszenierung von Alltaglichkeit, sind zudem zwei grundlegende geistesgeschichtliche Strömungen der Moderne verbunden: Ideologiekritik und ästhetische Theorie. Erstere versteht die Inszenierung von Alltäglichkeit in Medien und Kunst als Teil einer Verschleierung und Verkennung tatsächlicher Alltagserfahrung.  Für letztere sind es insbesondere die modernen Künste, die der spezifischen Zeit- und Räumlichkeit des Alltäglichen einen poetischen Ausdruck verleihen, sie als wahrnehmbare Form hergestellt haben. Dass darin auch eine Kritik bestehender Ordnung, ein poetischer Einspruch politischer Dimension liegen kann, ist nur eine der Fragestellungen, die man über eine Beschäftigung mit der filmischen und medialen Inszenierung von Alltag verfolgen kann. Weitere Fragen fokussieren beispielsweise die Verschränkung von filmischen Formen und Alltagspraxen, das Alltägliche im Besonderen und vice versa, die Inszenierungsweisen unterschiedlicher filmischer/medialer Formen, die Beschäftigung mit den Rezeptionsgewohnheiten, sowie eine (Neu-)Perspektivierung von Begriffen wie Erfahrung, Authentizität, Realismus, Langeweile, Routine, Zeit, etc.
Ziel des kommenden Workshops der AG Filmwissenschaft ist, durch Beschäftigung mit Alltag in und mit Film bzw. Medien in ästhetischer, politischer, historischer und (film)theoretischer Hinsicht neue Perspektiven aufzuwerfen und aktuelle Fragestellungen zu schärfen und zu diskutieren.

Zum vollständigen Call geht es hier: CfP workshop AG Film_Jena 2018

Der 3. Workshop der AG Filmwissenschaft wird am 25.5. in Jena stattfinden, Deadline für die Einreichung ist der 11.3.

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