CfP: 23. Internationales Bremer Symposium zum Film 25.-29. April 2018

Das Kino erzählt seit seiner Erfindung von den Praktiken der Grenze: von den Erfah-rungen des Überschreitens nationaler Grenzen, von der Abschaffung von Grenzanlagen oder von der Neuerrichtung von Grenzzäunen. Filme reisen aber auch selbst um die Welt – früher auf klassischen Handelswegen zu Kinos und Filmfestivals – heute als digitale Information durch den globalen Datenverkehr. Die Erzählungen des Kinos, wie auch die Reisen der Filme selbst, stellen nationale Grenzen als Produkte einer politischen, sozialen und ästhetischen Praxis aus, die sich kulturell wandeln. Im Anschluss an zeitgenössische Studien zum Migrationskino, zum Kino im Exil und in der Diaspora, sowie im Kontext der interdisziplinären Border Studies lädt das Symposium internationale Fachleute ein, über die Praktiken der Grenze und ein grenzüberschreitendes Kino nachzudenken.

Das 23. Internationale Bremer Symposium zum Film versteht sich als Forum, das die unterschiedlichen theoretischen und methodologischen Ansätze zum grenzüberschreitenden Kino in seiner Vielfältigkeit zusammenbringt. Ziel ist es, die Diskussion darüber zu vertiefen, wie grenzüberschreitendes Kino unsere Vorstellungen von Grenzen formiert und informiert, aber auch kritische wie affirmative audio-visuelle Diskurse der Grenze ausbildet. Das Symposium lädt zum interdisziplinären Austausch ein und möchte zudem die Vielfalt von Erzählungen, Darstellungen und Inszenierungen zeitgenössischer und historischer Grenzen als Ergebnis einer sich wandelnden Praxis auch auf der Leinwand des Kinos sichtbar und hörbar machen. Die Konferenz setzt sich aus Vorträgen, Diskussionen, Filmvorführungen und Gesprächen zusammen und wird vom 25. – 29. April 2018 im Kommunalkino Bremen / CITY 46 stattfinden. Es werden Abstracts erbeten, die sich auf ein Thema des skizzierten Spektrums beziehen und ein Interesse an interdisziplinärem bzw. filmtheoretischem Austausch erkennen lassen. Wenn Sie am 23. Internationalen Bremer Symposium zum Film teilnehmen möchten, dann senden Sie uns bitte bis zum 01.10.2017 ein Abstract (2000 Zeichen) und eine Kurzbiografie in deutscher oder englischer Sprache zu. Im Rahmen der begrenzten Mittel kann ein Reisekostenzuschuss gewährt werden.

Zum vollständigen Call: CfP_23._Symposium_dt

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